Millionen-Kooperation zwischen Meyer Werft und EMS Schiffbau

Schiffsblöcke wie dieser werden ab sofort auch bei der EMS Schiffbau GmbH in Emden für die Papenburger Meyer Werft gefertigt. Bild: Meyer Werft

Die EMS Schiffbau GmbH aus Emden liefert für rund 4 Millionen Euro neue Stahlbau-Plattformen für neue Produktionsanlagen der Papenburger Meyer Werft. Das teilte die Werft am Freitag in einer Pressemitteilung mit. Demnach soll auf der Meyer Werft das erfolgreiche Prinzip der Fließfertigung mit Hilfe einer weiteren regionalen Partnerschaft weiter ausgebaut werden. Der Auftrag der EMS Schiffbau umfasst den Bau von insgesamt zehn Plattformen mit Abmessungen von je 25 x 34 Metern, einer Höhe von 2,8 Metern und einem Gewicht von jeweils 210 Tonnen. Diese Plattformen sind die Auflagen, auf denen die Blöcke auf der Fließlinie montiert werden. Der Auftrag an den Partner in Emden hat einen Wert von knapp 4 Millionen Euro. Die Bauteile wurden im Februar in Emden bestellt und werden im Mai und im Juni 2017 nach Papenburg geliefert und dort verbaut, schreibt die Werft.


"Bislang werden nur die Sektionen, das sind die Decks eines Schiffes mit entsprechenden Versteifungen, Wänden, Stützen und der gesamten Ausrüstung wie z.B. Rohre, Klimakanäle und Kabelbahnen auf einem großen ,Fließband' gefertigt. Eine solche innovative Bauweise gibt es auf keiner anderen Werft", heißt es dazu in der Mitteilung. In Papenburg würden zukünftig nun auch die großen Baublöcke, die aus solchen Sektionen bestehen, auf einem entsprechenden „Fließband“ zusammengesetzt und weiter ausgerüstet. "Dazu wird derzeit die Halle IV der Werft um rund 100 Meter verlängert", schreibt die Werft. In insgesamt jeweils fünf Fertigungstakten sollen zukünftig zwei Blöcke pro Woche das Band verlassen. "Diese konsequente Optimierung der Produktion und die Einbindung eines weiteren regionalen Zulieferers verstärkt die Standortsicherung der Papenburger Schiffbauer."