Stadt Papenburg will Bahnhofsgebäude verkaufen

Die Leiterin der Zentralen Gebäudeverwaltung, Christel Jansen, und Stadtbaurat Jürgen Rautenberg haben am Dienstag das Exposé für den Bahnhof vorgestellt. Die Stadt will das historische Gebäude verkaufen.

„Ein solches Objekt ist auch nicht alle Tage im Angebot.“, sagt Jürgen Rautenberg. Papenburgs Stadtbaurat steht auf dem Bahnhofsvorplatz und blickt auf den historischen, gelb verputzten Bau hinter sich. „Wir beginnen nun mit der Vermarktung des Bahnhofsgebäudes in unserer Stadt. Dafür haben wir eigens ein Exposé angefertigt, dass die Politik beschlossen hat.“ Das Dokument kann man bei der Leiterin der Zentralen Gebäudeverwaltung, Christel Jansen, per Mail anfragen. „Wir beschreiben darin den baulichen Zustand des Bahnhofsgebäudes detailliert und was auf Kaufinteressenten zukommen“, so Rautenberg. Kernbestandteil des Exposés ist darüber hinaus auch, welche Nutzungen sich in die Stadt in dem 1856 errichteten Gebäude vorstellen könnte. „Von gastronomischen Angeboten, einer Nutzung als Arbeitsstätte, Verkaufsfläche oder als Ort für Konferenzen und Veranstaltungen ist vieles möglich.“ Attraktiv wäre auch eine Mischung aus verschiedenen Nutzungskonzepten. „Wir lassen uns hier von den Interessenten gerne überraschen“, sagt Rautenberg.


Bis zum 2. Mai gibt es nun die Möglichkeit, Angebote für Nutzungen und einen Kaufpreis an die Gebäudeverwaltung der Stadt Papenburg zu senden. „Wir stehen in dieser Phase auch bereit, um mit den Interessenten zu sprechen, das Gebäude zu begehen und erste Überlegungen zu erörtern“, sagt Rautenberg. Die endgültigen Vorschläge der Investoren sollen dann zunächst dem Eigenbetriebsausschuss und abschließend dem Rat im Juni vorgestellt werden. „Dann werden wir sicherlich einen Beschluss über die weitere Verwendung des Bahnhofes herbeiführen können – wenn gute Nutzungskonzepte vorliegen.“ Entscheidend sei dabei in der Tat nicht allein der Kaufpreis, sondern vor allem die langfristige Perspektive für den Bahnhof. „Wir veräußern hier ja ein Stück Geschichte der Stadt und dafür muss die zukünftige Nutzung an den Standort und ins Gebäude passen.“ Wie so etwas aussehen könne, sehe man ein paar Meter entfernt. „Der alte Güterschuppen hat eine tolle Entwicklung genommen und ist hervorragend realisiert worden. Eine private Nutzung von ehemals öffentlichen Gebäuden auch vor dem Hintergrund des Denkmalschutzes kann also sehr gut funktionieren.“ Nun sei man gespannt, welche Ideen an die Stadt herangetragen werden. Bis zum Ende des Jahres will die Stadt Papenburg das Gebäude dann verkauft haben.