Ortsrat beendet Kooperation mit Schaustellern zur Kirmes

Einen Autoscooter gab es zuletzt 2015 auf der Aschendorfer Kirmes. Aufgrund schlechter Resonanz soll die Kirmes nun nicht mehr mit dem Verband der ostfriesischen Schausteller durchgeführt werden.

Am Donnerstagabend hat sich der Ortsrat schweren Herzens einstimmig entschlossen, die Aschendorfer Kirmes in diesem Jahr nicht wieder zu veranstalten. Damit endet zumindest vorerst eine Jahrhunderte alte Tradition. „Es gibt für diese Veranstaltung in dieser Form keine positive Prognose", brachte der zuständige Ordnungsamtsleiter Matthias Heyen die Sache auf den Punkt. Diese Einschätzung wurde zu großen Teilen im Ortsrat so geteilt. Gerd Harpel betonte für die FDP, dass es grundsätzlich große Probleme mit Märkten in kleinen Kommunen gibt. Aschendorf sei hier nicht alleine betroffen. Auch gebe es andere Beispiele, wie man in kleineren Städten oder Dörfern traditionsreiche Märkte am Leben erhalten hat. Eine Betrachtung der Vergangenheit helfe aber nicht weiter, so Harpel. Er betonte, dass man in der Zukunft eine Ersatzveranstaltung in Aschendorf etablieren müsste.


Insgesamt wurde deutlich, dass der Ortsrat die Verantwortung für das Scheitern der Kirmes bei den Schaustellern sah. „Wir haben hier mehr erwartet. Unsere Erwartungen wurden enttäuscht“, sagte Ortsbürgermeister Friedhelm Führs (CDU). Man müsse konsterniert festhalten, dass alle Versuche, die Kirmes wiederzubeleben in den vergangenen Jahren nicht funktioniert hätten. Ralf Diedrichs hob für die SPD hervor, dass er mit der Ausrichtung der Kirmes in der Vergangenheit ebenfalls nicht zufrieden war. Es gelte nun, für den Zuspruch der Aschendorfer für eine andere Attraktion zu werben. Darum sei es gut, dass es im September bereits das Steamfest auf Gut Altenkamp gebe. Ob dies aber eine Ersatzveranstaltung sein könne, müsse man abwarten.


Die CDU-Fraktion betonte in Form von Heinrich Gerdes, dass es keinen Zweifel daran geben könne, dass die Aschendorfer Kirmes tot sei. Daran gebe es nichts zu deuteln. Die Kirmes darum künstlich am Leben erhalten, sei nicht sinnvoll, so Gerdes weiter. Zum Schluss schlug Ortsbürgermeister Führs noch einmal vor, dass man eine Veranstaltung gemeinsam mit der Papenburger Marketing GmbH in Aschendorf auf die Beine stellen könnte.