Burlageweg erhitzt im Bauausschuss die Gemüter

So voll ist der Sitzungssaal des Rathauses selten. Gut 60 Zuhörer kamen am Mittwochabend zur Sitzung des Bauausschusses.

Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Sitzungssaal des Rathauses am Mittwochabend. Mehr als 60 Bürger waren zur Sitzung des Bau- und Umweltausschusses gekommen. Es ging ihnen vor allem um die Zukunft des Burlageweges. Um den vielen Zuhörern entgegen zu kommen, beschloss der Ausschuss darum, den Tagesordnungspunkt 15 vorzuziehen und direkt zum Anfang der Sitzung zu behandeln. Dabei ging es um einen Antrag der Grünen-Fraktion, den Burlageweg zu reparieren und für den landwirtschaftlichen Schwerlastverkehr zu sperren. Dazu informierte die Verwaltung, dass eine Ausbesserung des Burlageweges bereits auf den Weg gebracht worden ist. Die Ausschreibung hierzu ist bereits abgeschlossen.


In Bezug auf ein Verbot nahm die Verwaltung Stellung und betonte, dass eine Sperrung nur für landwirtschaftlichen Schwerlastverkehr nicht in Betracht kommt. „Eine solche Sperrung wird vor Gericht nicht bestehen“, betonte Stadtbaurat Jürgen Rautenberg. Im Anschluss an die Information der Verwaltung zum Burlageweg wurde die Sitzung dann für rund 30 Minuten unterbrochen. So hatten die Bürger Gelegenheit, Fragen an die Verwaltung zu stellen. Deutlich wurde dabei, dass es den Anliegern zum einen um den baulichen Zustand des Burlageweges geht. Hier konnte die Stadtverwaltung bereits die Ausbesserung für den Weg in diesem Jahr ankündigen. „Bei der Reparatur des Weges müssen die Anlieger keine Kosten tragen. Bei einer Komplettsanierung kämen auf die Grundstücks- und Hauseigentümer am Burlageweg Ausbaubeiträge zu. Diese Belastung der Bürger können wir mit einer Reparatur vermeiden“, erklärte Stadtbaurat Rautenberg.


Bei der Frage, ob in Zukunft die Landwirte und Lohnunternehmen vom Burlageweg ausgesperrt werden könnte, kochten dann die Emotionen hoch. Die Stadt hatte diese Frage bereits vor einiger Zeit rechtlich geprüft und war zu der Einschätzung gekommen, dass die Landwirte und Lohnunternehmen ein berechtigtes Interesse haben, den Burlageweg zu befahren. Ein Verbot dieses Verkehrs würde vor Gericht keinen Bestand haben, erklärte Stadtbaurat Rautenberg in der Ausschuss-Sitzung. Damit war ein großer Teil der Zuhörer sichtlich unzufrieden. Der Bauausschuss beschloss am Ende nach rund einstündiger Diskussion um dieses Thema, dass die Verwaltung beauftragt wird, sich weitere Lösungsmöglichkeiten für die verfahrene Situation im Burlageweg zu überlegen. Eine Lösung wäre eine Geschwindigkeitsbegrenzung für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen auf 10 Km/H, wurde aus Reihen des Ausschusses vorgeschlagen. Grundsätzlich wurde die Ankündigung der Verwaltung, den Weg auszubessern, begrüßt. Es müssten aber auch die Lohnunternehmen angehalten werden, rücksichtsvoller zu fahren.


Zudem ging es im Bauausschuss auch um eine neue Werbesatzung für die Stadt. Sehr umfangreich wurde dabei analysiert, welche Wirkung Werbung aktuell im Stadtgebiet hat und wie man die Werbemöglichkeiten in Zukunft steuern möchten. Es ging dabei um eine Information des Ausschusses zum Einstieg in das Planungsverfahren. Einen endgültigen Beschluss dazu muss es dann in einer der kommenden Sitzungen der Ausschüsse und des Rates geben. Der Bauausschuss beschloss dann einstimmig den Einstieg in das Verfahren.