Lebenslagen

Wohnraumförderung

Leistungsbeschreibung

Förderung von Eigentumsmaßnahmen:

Familien mit Kindern sind vorrangig Zielgruppe der niedersächsischen Wohnraumförderung.

 

Gehören 2 Kinder zur Familie, kann grundsätzlich für den Neubau der eigenen vier Wände ein öffentliches Baudarlehen in Höhe von 35.000 € beantragt werden. Für jedes weitere Kind unter 15 Jahren kann es zusätzlich bis zu 5.000 € geben. Weiterhin gibt es für energiesparende Bauweisen (KfW Energieeffizienzhaus 85,70 oder Passivhaus) 5.000 €.

Neben dem Neubau wird auch der Kauf / Erwerb einer selbstgenutzten Immobilie gefördert.

Bedingung hier ist jedoch, dass gleichzeitig im Umfang von mindestens 5.000 € modernisiert wird. Ausnahmen können zugelassen werden, wenn der Antragsteller z.B. nachweist, dass das zu erwerbende Objekt in den letzten Jahren vom Alteigentümer umfassend modernisiert wurde und die Kosten hierfür in den Kaufpreis eingeflossen sind oder die Fertigstellung des zu fördernden Objektes erst wenige Jahre zurückliegt, so dass aufgrund des geringen Alters ein entsprechender Modernisierungsbedarf zurzeit nicht besteht.

Familien mit mindestens 3 Kindern können darüber hinaus auf Unterstützung hoffen, wenn sie ihr selbstgenutztes Eigenheim ausbauen oder erweitern wollen.

Es können auch Schwerbehinderte und Haushalte mit schwerbehinderten Personen Förderungsmittel beantragen, wenn aufgrund der Behinderung ein besonderer baulicher Aufwand erforderlich ist, um die Wohnungen behindertengerecht zu gestalten.

Zu diesem Personenkreis gehören insbesondere Personen mit einer außergewöhnlichen Gehbehinderung (aG), Rollstuhlbenutzer, Blinde und hochgradig Sehbehinderte; weiterhin Personen, bei denen durch das Fortschreiten einer Erkrankung, z.B. Multiple-Sklerose, ein entsprechender Bedarf gegeben ist. Zusätzlich gibt es dann neben den sonstigen Förderungsmitteln 10.000 €  für behinderungsbedingte Baumaßnahmen.

Fördermittel zur Energieeinsparung:

Das Wohnraumförderungsprogramm des Landes Niedersachsen leistet einen entscheidenden Beitrag zum Klima- und Umweltschutz. Investitionen zur CO 2-Minderung, Energieeinsparung und zur Nutzung erneuerbarer Energien sind förderfähig.

Beispiele hierfür sind die nachträgliche Wärmedämmung des Daches oder der Außenwand, neue Fenster oder eine effiziente Heizungsanlage. Gefördert werden können ältere selbstgenutzte Wohngebäude und Mietwohnungen (Fertigstellung bis zum 01.01.1995).

 

Anträge können Hauseigentümer stellen, die ihr selbstgenutztes Wohngebäude mit Baujahr bis 1994 energetisch modernisieren wollen und eine bestimmte Einkommensgrenze einhalten. Auch Eigentümer von Mietwohnungen können auf Unterstützung hoffen. Zudem muss der modernisierte Wohnraum oder eine Ersatzwohnung an Wohnungssuchende mit geringem Einkommen vermietet werden.



Was sollte ich noch wissen?

Welche Förderungsmöglichkeiten gibt es?
  • Förderung von selbstgenutzten Eigentumsmaßnahmen durch Neubau, Kauf  /Erwerb im Zusammenhang mit Modernisierung sowie Schaffung von Wohnraum durch Ausbau/Umbau oder Erweiterung.
  • Förderung der energetischen Gebäudesanierung im Wohnungsbestand für Gebäude, die bis zum 01.01.1995 fertiggestellt worden sind.
  • Förderung von Altenwohnungen und Wohnungen für Menschen mit Behinderungen als Mietwohnungen.
  • Förderung von Mietwohnraum für gemeinschaftliche Wohnformen für ältere, schwerbehinderte, hilfe- und pflegebedürftige Personen in Wohngruppen und Wohngemeinschaften.
Die Förderung erfolgt durch die NBank in Hannover.

Antragsberechtigt sind:
  • bei Neubauten, Kauf und Erwerb kinderreiche Haushalte (zwei und mehr Kinder, wenn ein Kind noch nicht 15 Jahre alt ist),
  • bei Ausbau-, Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen Haushalte mit drei und mehr Kindern,
  • Schwerbehinderte und Familien mit schwerbehinderten Personen, wenn aufgrund der Behinderung ein besonderer baulicher Aufwand erforderlich ist oder der Kauf / Erwerb im Zusammenhang mit Modernisierung steht und behinderungsgerechter Wohnraum benötigt wird.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?
  • Mit den Bauarbeiten darf vor Erteilung der Förderzusage nicht begonnen werden bzw. der Kaufvertrag darf noch nicht geschlossen sein.
  • Bei Eigentumsmaßnahmen darf Ihr Haushaltseinkommen zum Zeitpunkt der Antragstellung bestimmte Einkommensgrenzen nach dem Wohnraumförderungsgesetz nicht überschreiten.
  • Bei Eigentumsmaßnahmen müssen die derzeitigen Wohnverhältnisse unzureichend sein. Das ist dann der Fall, wenn abhängig von der Zahl der Familienmitglieder bestimmte Wohnungsgrößen unterschritten werden oder wenn beispielsweise Feuchtigkeit und Schimmel die Gesundheit gefährden.
  • Die finanzielle Belastung muss für Sie auf Dauer tragbar sein.
  • Ihre Eigenleistungen sollen bei der Schaffung von selbstgenutztem Wohneigentum mindestens 15 % und bei Mietwohnungen 25 % der zu finanzierenden Gesamtkosten betragen.


Wo ist der Antrag zu stellen?

  • Der Antrag ist bei der Wohnraumförderungsstelle zu stellen, in deren Zuständigkeitsbereich die Baumaßnahme durchgeführt bzw. Wohneigentum gekauft werden soll.
    Für Maßnahmen innerhalb des Stadtgebietes der Stadt Papenburg ist die Wohnraumförderungsstelle im Rathaus, Baudezernat, Zimmer 202 zuständig.

 

Wo erhalte ich weitergehende Informationen, Auskünfte und Beratung einschließlich der entsprechenden Vordrucke?

  • Wohnraumförderungsstelle der Stadt Papenburg, Rathaus, Zimmer 202 oder bei den 
  • Förderberatern der Investitions- und Förderbank Niedersachsen - NBank. 
  • Außerdem stellt die NBank unter der Internetadresse www.nbank.de ausführliche Informationen zur Verfügung.

Mietpreisspiegel

Ein Mietpreisspiegel steht für den Bereich der Stadt Papenburg nicht zur Verfügung.

Grundsätzlich sind Kommunen mit mehr als 50.000 Einwohner gehalten, einen Mietspiegel zu erstellen, wenn hierfür ein Bedürfnis besteht und dies mit einem vertretbaren Aufwand möglich ist. Im Interesse einer fortlaufenden Aktualisierung bestimmt § 558c Abs. 3 Bügerliches Gesetzbuch (BGB), dass ein Mietspiegel, soweit dieser erstellt wurde, im Abstand von zwei Jahren der Marktentwicklung anzupassen ist.

Bei einer Kommune von der Größenordnung der Stadt Papenburg würde der Aufwand nicht in einem angemessenen Verhältnis zur Nachfrage stehen.

Siehe auch

Weiterführende Links

Zuständige Organisationseinheiten


Ihre Ansprechpersonen für die Dienstleistung "Wohnraumförderung"

Bröerken, Robert

Fachdienst Bauen/Ordnung
Rathaus (Zimmer 202)
Hauptkanal rechts 68/69, 26871 Papenburg
Tel:
04961 82259
Fax:
04961 82315
E-Mail: