Rochefort (Frankreich)

Logo der Stadt Rochefort

Seit dem 10. September 1988 ist Papenburg mit der französischen Stadt Rochefort städtepartnerschaftlich verbunden.


Rochefort liegt an einer Windung des Flusses Charente an der westfranzösischen Atlantikküste. Die Stadt mit ca. 27.500 Einwohnern ist mit ihrer maritimen Vergangenheit und Lage in einer Moor-/ Sumpflandschaft des französischen Départements Charente-Maritime ähnlich strukturiert wie Papenburg.


Seit Begründung der Städtpartnerschaft haben vielfältige Aktivitäten der örtlichen Vereine, aber auch von privater Seite, die Partnerschaft zu einer echten Freundschaft werden lassen.


Trotz der Entfernung von etwa 1.200 km zwischen den beiden Städten herrscht ein reger Kontakt zwischen den Räten, den Verwaltungen und den Vereinen auf kulturellem, sportlichem und wirtschaftlichem Gebiet.


In beiden Städten haben sich zentrale Kontaktstellen entwickelt, die sehr erfolgreich die vielfältigen Aktivitäten koordinieren:


Comité de Jumelage de Rochefort

Monsieur

Bernard Passedroit

7, Chemin de l´Ermitage

17780 Saint-Nazaire-sur-Charente

E-Mail: bm.passedroit@orange.fr

Förderverein für internationale Begegnungen e.V. Papenburg

Frau

Christel Kreikenbaum

Theodora-Korte-Straße 10

D - 26871 Aschendorf

E-Mail: christel.kreikenbaum@ewetel.net

Stadt und Geschichte im Kurzüberblick

Wappen der Stadt Rochefort (Frankreich)

Die Planstadt Rochefort war 1666 zu einer Zeit entstanden, als Frankreich mit England um die Seeherrschaft und die Macht über die Neue Welt rang. 

Jean-Baptiste Colbert, einer der fähigsten Minister Ludwigs XIV., ließ das Marinearsenal aus strategischem Kalkül nicht an der Atlantikküste, sondern 16 Kilometer landeinwärts am Fluss Charente anlegen und sicherte die Rasterstadt mit einem Festungsgürtel. Vor den Festungsmauern am Flussufer befanden sich Hafenanlagen und Docks, wo berühmte Schiffe vom Stapel liefen, die nicht nur kriegerische Geschichte machten. 

Michel Bégon war einer der namhaften Köpfe der Corderie Royale, der Königlichen Seilerei, einem fast 400 Meter langen, barocken Industriebauwerk in Rochefort, in dem Taue für die Takelage der Segelschiffe hergestellt wurden.

 

Neben der Vergangenheit als Marinestützpunkt und Hochburg des Schiffbaus ist Rochefort die Geburtsstadt des französischen Marineoffiziers und Schriftstellers Pierre Loti (1850-1923) und beherbergt eine der wichtigsten Begoniensammlungen Europas. Mit der Rückkehr der Schiffe im 18. Jahrhundert und den Botanikern verschiedener Expeditionen waren auch die Begonien nach Rochefort gekommen. Die aus Mittelamerika stammende Pflanze wurde nach Michel Bégon, dem Intendanten der Stadt im 17. Jahrhundert benannt.

Hinter der Königlichen Seilerei befand sich in der Vergangenheit der große «Jardin de Marine», ein Garten, in dem sich neuentdeckte Pflanzen akklimatisieren konnten.

 

Nach der Stilllegung des Arsenals im Jahr 1926 und Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg versank die Corderie Royale allmählich im grünen Dickicht und verschwand aus dem allgemeinen Bewusstsein. Erst 1974 besann man sich auf das kulturelle Erbe und begann mit der Restaurierung und Umnutzung. Heute beherbergt das Gebäude das Internationale Meereszentrum (Ausstellungen usw.) - ein Ort, an dem Aktuelles und Vergangenes über das Meer und die Schiffahrt gezeigt wird.

Kleine Chronologie der Städtepartnerschaft

1984   

Die Idee eines Schüleraustausches wird geboren. 

 

1985

Erster Besuch von Schüler/innen aus Rochefort im März in Papenburg;
Gegenbesuch des Papenburger Gymnasiums in Rochefort im Herbst -

regelmäßige Schüleraustausche werden folgen. 

 

1986

Gründung eines Vereins zur Förderung und Pflege von Städtefreundschaften,
-partnerschaften und internationalen Begegnungen in Papenburg 

 

1987

Weitere Kontakte zwischen Rochefort und Papenburg, insbesondere im schulischen Bereich, schließen sich an. 

 

1988

Am 10. September unterzeichnen die Bürgermeister Jean-Louis Frot und Heinrich Hövelmann die Städtepartnerschaft.

Auf dem Vorplatz des Rathauses wird der von Rocherfort als Geschenk überreichte Anker mit 3 Bronzetafeln zum Symbol der Städtepartnerschaft. Die Brücke vor der ehemaligen Post am Hauptkanal erhält den Namen "Pont de Rochefort". 

 

1989

Anlässlich der ersten Blumenschau pflanzen französische Gärtner auf dem Vorplatz des Rathauses 2 riesige bourbonische Lilien (das Wappen der französischen Könige)aus Begonien. Die heute mit Buchsbaum umsäumten Blumenornamente inmitten der Taxuspflanzungen prägen seitdem das Bild des Rathausvorplatzes. 


2008

Rochefort und Papenburg feiern 20 Jahre Städtepartnerschaft