„Künstleratelier International“ ab März auf Gut Altenkamp

Das Team der Kunstschule Zinnober freut sich auf das „Künstleratelier International“ ab dem 7. März auf Gut Altenkamp.

Bis zu zehn Künstler mit Migrations- oder Fluchtgeschichte können sich ab dem 7. März auf Gut Altenkamp beim „Künstleratelier International“ beteiligen. Das Projekt der Emsländischen Landschaft und der Stadt Papenburg wurde heute in der Kunstschule Zinnober vorgestellt. Die Kunstschule leitet das Künstleratelier im Stiefelknechthaus auf Gut Altenkamp. „Wir freuen uns auf spannende Kunstwerke, interessante Künstler und eine kreative Atmosphäre“, sagte Petra Wendholz bei der Vorstellung in den Räumen der Kunstschule. Die Zinnober-Leiterin machte deutlich, dass man sich sehr darüber freue, das Künstleratelier auszurichten: „Wir sind damit Teil eines Projektes für den gesamten Nordwesten und haben mit der Emsländischen Landschaft einen tollen Kooperationspartner.“ Ziel des Ateliers ist es, Künstler aus fremden Ländern aufs Gut Altenkamp einzuladen, die dort ihre Kunstwerke anfertigen können. Die Materialien dazu stellt die Kunstschule bereit. „In dem offenen Atelier sollen sich die Teilnehmer miteinander vernetzen, Ideen entwickeln und Kunstwerke erschaffen, die dann auch ausgestellt werden“, so Wendholz.


Auch Josef Grave, Geschäftsführer der Emsländischen Landschaft, hebt den Modellcharakter des Künstlerateliers hervor. „Die Emsländische Landschaft arbeitet beim Projekt, Sehnsucht neue Heimat – Ankommen im Nordwesten‘ mit der Ostfriesischen Landschaft und mit dem Landschaftsverband Osnabrücker Land zusammen. Das Künstleratelier auf Gut Altenkamp ist einer von sechs Standorten im Nordwesten, wo dieses Projekt umgesetzt wird.“ Die übrigen Partner sind das Medienzentrum Aurich, das Teemuseum Norden, das Theaterpädagogische Zentrum Lingen, der Arbeitskreis Geschichte der Judenverfolgung in Bersenbrück und Abenteuer Kunst e.V. in Kooperation mit der BBS in Osnabrück. „Wir erhoffen uns interessante Einblicke in die Lebenswelt der Künstler, die aus der ganzen Welt kommen. Vor allem geht es uns um die Frage, wie Kunst und Kultur bei der Integration unterstützen können“, so Grave. Projektträger ist das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems, dass zum insgesamt fast 95.000 Euro Finanzvolumen eine Förderung von 60.000 Euro beiträgt. „Eine so umfassende Kooperation von gleich drei Landschaftsverbänden hat es noch nicht gegeben. Das ist wirklich eine Premiere.“


Eine Premiere ist das Künstleratelier auch für die Kunstschule Zinnober. „Ein solches, vor allem internationales Format haben wir auch noch nicht umgesetzt“, sagt Wendholz. Sorgen um die Realisierung macht sie sich aber nicht. „Wir haben mit Editha Janson und Manuela Milenkovic-Todorovic sehr engagierte Leiterinnen, die das Künstleratelier vor Ort leiten und das gemeinsame Schaffen koordinieren.“ Barrieren könne sie da nicht erkennen, sagt Wendholz, schon gar nicht bei der Sprache: „Kunst ist aus sich heraus universell und international.“ Anmeldungen nimmt die Kunstschule Zinnober ab sofort entgegen unter: 04961-3829 oder per Mail: kontakt@kunstschule-zinnober.de. Der erste Termin des „Künstlerateliers International“ ist am 7. März ab 18 Uhr im Stiefelknechthaus auf Gut Altenkamp.