Eintrag ins Goldene Buch für ugandische Delegation

Bei ihrem Empfang im Papenburger Rathaus erhielt die Ehefrau des ugandischen Außenministers, Edith Kutesa, einen Bildband von Bürgermeister Jan Peter Bechtluft. Im Anschluss trug sich Kutesa noch ins Goldene Buch der Stadt ein. (Foto: Klaus Dieckmann)

Bis auf den letzten Platz gefüllt war der historische Ratssaal am Mittwochnachmittag beim Besuch einer Delegation aus Uganda. Angeführt wurde die Gruppe von Edith Kutesa, die Ehefrau des ugandischen Außenministers Sam Kutesa. Zugleich ist sie die Vorsitzende einer Stiftung, die sich für die Verbesserung der Landwirtschaft in ihrem Heimatland einsetzt. „Wir wollen die ugandischen Farmer in die Lage versetzen nachhaltig, konkurrenzfähig und modern zu produzieren. Dafür brauchen wir starke Partnerschaften“, sagte Kutesa. Sie ist auf Einladung von Papenburgs Ehrenbürgermeister Heinrich Hövelmann in die Stadt gekommen. Hövelmann leitet zugleich die Stiftung „Klima schützen damit Kinder leben können“ und arbeitet mit der Kutesa-Stiftung zusammen. „Wir wollen Wissen und Erfahrung nach Uganda transportieren“, erklärte Hövelmann. „Denn das Land ist sehr stark betroffen vom Klimawandel, den auch wir in Deutschland verursachen.“


Das zentrale Anliegen von Edith Kutesa und ihrer Delegation umfasste vor allem die Ziele der Ernährungssicherheit und der Energienachhaltigkeit. „In unserem Land sind wir sehr vom Wetter abhängig. Es gibt kaum moderne und nachhaltige Landwirtschaft. Zudem fehlt es an dezentraler Energieversorgung in den ländlichen Räumen“, so Kutesa. Dies sei aber nötig, um auf moderne Art und Weise Felder zu bestellen, Maschinen zu nutzen und Rohstoffe weiter zu verarbeiten. „Wenn wir die Menschen in Uganda in die Lage versetzen, die Nahrungsmittelproduktion auf höherem Niveau selbst sicher zu stellen, ist das die beste und nachhaltigste Art von Entwicklungshilfe.“ Darum sei sie besonders froh, mit ihrer Stiftung die Zusammenarbeit mit der Stiftung „Klima schützen“ zu vertiefen.


Papenburgs Bürgermeister Jan Peter Bechtluft bedankte sich für die tiefen und spannenden Einblicke in die ökonomische und ökologische Lage in Uganda. „Der Klimawandel betrifft uns alle und darum ist auch eine internationale Zusammenarbeit wie hier die richtige Antwort auf die Herausforderungen“, so Bechtluft. Nach den offiziellen Grußworten trug sich Edith Kutesa noch ins Goldene Buch der Stadt ein und bedankte sich für den Empfang. Auch ein Geschenk hatte Bechtluft noch für die ugandische Delegation vorbereitet: Er überreichte einen Bildband der Stadt. Im Anschluss ging es für die Gäste aus Uganda, Vertreter der Stiftung „Klima schützen“ und die verschiedenen Partner und Teilnehmer noch zu einem Vortrag in die VHS in der Villa Dieckhaus.